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Das Asylrecht stellt ein Sonderrecht des Ausländerrechts dar. Ein Ausländer kann einen Asylantrag stellen, wenn er auf Grund von politischer, sexueller oder anderer Verfolgung oder auf Grund von militärischen Ausschreitungen nicht in sein Heimatland zurückkehren kann oder will.

Asyl beantragen

Asyl kann bei jeder Sicherheitsbehörde, (z.B. der Polizei), bei der Ausländerbehörde oder in Ankunftszentren und Aufnahmeeinrichtungen beantragt werden.

Wichtiger Ratschlag:

Beantragen Sie niemals Asyl direkt am Flughafen, bevor Sie die Bundesrepublik betreten haben! Derartige Anträge können in einem verschnellerten Verfahren begutachtet werden und es kann nicht garantiert werden, dass Ihr Anliegen angemessen gewürdigt wird! Falls es sich nicht vermeiden lässt kontaktieren Sie möglichst bereits vor der Reise einen Anwalt.

Falls Sie dies wünschen, beraten und begleiten wir Sie auch schon vor, bzw. während der Antragstellung. Dies kann besonders bei Fällen in denen Schwierigkeiten zu erwarten sind sehr empfehlenswert sein. Wir garantieren dabei schon in dieser Phase, dass keine Missverständnisse entstehen und dass Sie Ihre Möglichkeiten und Rechte bestmöglich nutzen.

Asylverfahren

Nach Beantragung des Asyls werden Sie zu Anhörungen eingeladen, in denen Sie vortragen können, warum Sie Schutz benötigen.

Wichtiger Ratschlag:

Wenn Sie den Eindruck haben, dass der Dolmetscher nicht in der Lage ist, Ihren Vortrag bestmöglich zu übersetzen, sagen Sie dies auf jeden Fall! Schon kleine Ungenauigkeiten können in der Anhörung problematisch werden. Kontrollieren Sie auf jeden Fall die Rückübersetzung ihres Vortrages und korrigieren Sie sie, falls nötig.

Wir beraten Sie schon vor den Anhörungen und bereiten Sie auf die normalerweise gestellten Fragen vor.

Abgelehnter Asylantrag

Falls Ihr Antrag abgelehnt wurde, müssen Sie gegen den abgelehnten Bescheid klagen. Wir empfehlen Ihnen in diesem Falle dringend, sich so schnell wie möglich anwaltliche Unterstützung zu suchen. Dies gilt in besonderem Maße, sollte die Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“ bezeichnet sein. Ihr Anwalt muss dann sofort, innerhalb weniger Tage, rechtliche Schritte einleiten, um eine Ausweisung zu verhindern. Bei einer „normalen“ Ablehnung wird der Anwalt Klage einlegen, und in Zusammenarbeit mit Ihnen die Klage begründen und Sie auf die Verhandlung vorbereiten und Sie zu ihr begleiten.

Endgültige Ablehnung des Antrages und der Klage

Sollte die Klage auch erfolglos sein und alle Weiteren Klagemöglichkeiten entweder ausgeschöpft sein oder keine Erfolgsaussichten bieten, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine Duldung (längerfristiger Aufschub der Ausweisung) zu bekommen, z.B. bei Aufnahme einer Berufsausbildung. Ihr Anwalt wird Sie bezüglich dieser Möglichkeiten frühzeitig beraten, wenn ein Misserfolg der Klage(n) absehbar ist.